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Regeln und Normen
PUR-Pressplatten durch werkstoffliches Recycling
Unter werkstofflichem Recycling von PUR versteht man eine der vielen Formen der "Partikelverwertung". Hartschaumpartikel ohne Verunreinigungen – dazu gehören z. B. Produktionsabfälle - können nach der Spanplattentechnologie mit polymerem MDI in einer beheizten Presse gebunden werden. Die so hergestellten PUR-Pressplatten werden überall dort eingesetzt, wo Feuchtigkeitsbeständigkeit, geringes Gewicht und bester Dämmwert eine Rolle spielen. Entscheidend für das Praktizieren dieser Recyclingmethode ist die Aufnahmekapazität des Marktes für das PUR-Rezyklat.

Pressplatten-Herstellung
Ein anderes Beispiel, wie ein Rezyklat aus Hartschaumstoffen in eine neue Anwendung eingebunden werden kann, ist Pulver aus PUR-Hartschaumstoff: Es kann als Bindemittel zur Aufnahme von Öl und anderen (verschütteten) Flüssigkeiten eigesetzt werden.
Rohstoffliche Verwertungs-Verfahren dienen zur Rückgewinnung von Öl- und Gasprodukten aus gemischten Kunststoff-Abfallströmen. Diese können auch Polyurethane enthalten. Die Forderung nach Wirtschaftlichkeit bedingt jedoch den großtechnischen Maßstab dieser Recyclingmöglichkeit (100.000 Tonnen und mehr).
Kein Werkstoff kann unbegrenzt oft mechanisch recycliert werden. Für Baustoffabfälle aus PUR-Hartschaum gilt außerdem: Die Verunreinigung mit Bitumen, Kleber, Mörtel und anderen Baumaterialien erschwert das stoffliche Recycling zusätzlich. Außerdem ist es schwierig, Details über die Zusammensetzung von PUR-Hartschäumen zu bestimmen, die 50 Jahre und älter sind. Eine Standardisierung des Recyclingprozesses ist deshalb nicht möglich. Die Logistik, die Identifizierung und das Sammeln von kleinen Abfallmengen, die über ganz Deutschland verstreut anfallen, bilden zusätzliche Probleme.
Die thermische Verwertung von PUR- Produkten ist immer dann die beste Wahl, wenn stoffliches Recycling – d. h. werkstoffliches und rohstoffliches Recycling - nicht möglich ist. Deshalb ist die Verbrennung mit Energierückgewinnung letztendlich die beste verfügbare Technologie, um das Aufkommen an organischen Stoffen zu verringern, die ansonsten deponiert werden müßten.
Quelle: IVPU www.ivpu.de

